Praxistipps Internet-Sicherheit
Immer mehr Unternehmen schließen ihre internen Netze an das Internet an oder verbinden dezentrale Firmenstrukturen wie auch Partner, Auftraggeber und Kunden über das Internet miteinander. Viele Geschäftsabläufe werden heute über das Internet abgewickelt. Mit dem stetigen wachsenden Datenaufkommen in den weltweiten Datennetzen und der zunehmend steigenden Abhängigkeit von der Informationstechnik gewinnt das Thema IT-Sicherheit und der Schutz gegen Angriffe auf IT-Systeme immer größere Bedeutung. Gerade die offene Struktur des Internets bietet zahlreiche Angriffspunkte und so wundert es auch nicht, dass das dominierende Thema der letzten Systems das Thema IT Security war. Im Rahmen eines eigenen Internet-Sicherheitsforums wurde eine Vielzahl interessanter Fachvorträge geboten, die allesamt auch eine positive Resonanz erfahren haben. Für alle Webmaster und Online-Verantwortliche, die sich mit dem Thema Sicherheit im Internet befassen, hier vier aktuelle Praxistipps:

Tipp 1: FBI Liste der 20 wichtigsten Sicherheitslücken
In Zusammenarbeit mit mehreren Regierungsorganisationen hat die US-Bundespolizei FBI eine Liste der 20 gängigsten Sicherheitslücken im Internet erstellt. Die dort dargestellten Lücken werden erfahrungsgemäß am häufigsten von Computer-Viren und bei Hacker-Angriffen zum Eindringen in fremde Computersysteme genutzt. Die Liste mit dem Titel „The Twenty Most Critical Internet Security Vulnerabilities” wird ständig von einem Expertengremium aktualisiert und ist damit ein wertvolles Werkzeug auf das kein Webmaster bei seinen Security Checks verzichten sollte.

Tipp 2: Passwortcheck

Der Zugang zu vielen sicherheitsrelevanten Bereichen im Internet wird häufig noch immer über Passwörter geregelt. Aber jeder sicherheitsbewußte Systemadministrator weiß: Passwort ist nicht gleich Passwort. Wer sichergehen will, dass sein Passwort nicht schon mit einfachsten Mitteln zu knacken ist, sollte einige Richtlinien beachten: So sollten sichere Passwort mindestens 6 Zeichen (für privilegierte Identifikationen 8 Zeichen) umfassen und möglichst viele verschiedene Zeichen, auch Sonderzeichen sowie Groß- und Kleinschreibung enthalten. Ein sicheres Passwort sollte auch keine persönlichen Daten enthalten oder beispielsweise aus den Namen naher Angehöriger oder Freunde gebildet sein. Gute Passwörter enthalten auch keine Bestandteile von Worten die im Wörterbuch stehen. Wenn Sie wissen wollen, wie sicher Ihre Passwörter sind, hilft Ihnen vielleicht der Passwort-Check des Schweizer Datenschutzbeauftragten weiter. Mit Hilfe dieses Tools lässt sich feststellen, wie schnell sich ein Passwort durchschnittlich knacken lässt.

Tipp 3: Das BSI Grundschutzhandbuch
Für alle Unternehmen und Organisationen, die dem Thema IT-Sicherheit strategische Bedeutung beimessen und deshalb ein systematisches Sicherheitsmanagement entwickeln wollen hat das Bundesamt für Informationstechnologie das IT-Grundschutzhandbuch herausgegeben. Mit dem Grundschutzhandbuch lässt sich anhand eines standardisierten Prozesses ein für jede Unternehmensgröße angepasstes Sicherheitskonzept entwickeln. Nach erfolgreicher Umsetzung der vorgegebenen Maßnahmen kann sich das Unternehmen dann auch vom BSI ein Grundschutz-Zertifikat ausstellen lassen. Auf der Systems 2002 wurde erstmalig ein solches Grundschutz-Zertifikat an ein Unternehmen ausgestellt. Der Erteilung des IT-Grundschutz-Zertifikates geht eine Überprüfung durch einen lizenzierten Auditor voraus. Wird dabei die Umsetzung der notwendigen IT-Sicherheitsmaßnahmen bestätigt, so wird das IT-Grundschutz-Zertifikat erteilt.

Tipp 4: Fördergelder für IT-Security-Projekte
Und zuguterletzt: Sicherheit muss man sich auch leisten können. Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert deshalb mit dem "Mittelständischen Technologie-Beratungs-Programm" kleine und mittelständische Unternehmen bei Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit. Diese Beratungszuschüsse können auch Start-up-Unternehmen in der Gründungsphase erhalten. Mehr Infos dazu unter: http://www.software-offensive-bayern.de/R/000380.xml


Übrigens: Wenn Sie mehr zum Thema Internetsicherheit oder IT-Security-Management erfahren möchten, stehen wir Ihnen gerne im Rahmen unserer Beratungsleistungen als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

 
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