
| Für
einen Hersteller von Markenprodukten bietet sich als Alternative zum
Aufbau und Betrieb eines eigenen Online-Shops an, die schon etablierten
Vertriebskanäle des Netzes zu nutzen. So können im Gegensatz
zum Aufbau eigener Online-Shops vorprogrammierte Konflikte mit den
klassischen Handelspartnern vermieden werden. Ein weiterer Vorteil dieser Strategie ist auch, dass man über diesen Weg bedenkenlos Schnäppchen offerieren kann, ohne dadurch die Produkte die auf der eigenen Website hochwertig präsentiert werden zu entwerten. Unser Tipp: Unabhängig vom erzielbaren Umsatz sollten Hersteller versuchen in möglichst vielen der nachfolgenden Shops, Portale und Auktionen präsent zu sein um die Marke online zu penetrieren, Ubiquität zu demonstrieren und Traffic für die eigene Website zu generieren. Online-Auktionen - Funktionieren grundsätzlich wie normale Auktionen. Ein Produkt wird mit einem relativ niedrigen Anfangspreis auf der Website des Auktionsanbieters angeboten und für Gebote der Benutzer freigegeben. Nach einer bestimmten Zeit erhält der Höchstbietende den Zuschlag für das Produkt. Teilweise laufen die Auktionen über mehrere Tage, teilweise auch nur über einen relativ kurzen Zeitraum (30 min). Online-Shops - Mittlerweile gibt es fast nichts, was man nicht auch in speziellen Shops über das Internet kaufen kann. Interessant sind dabei vor allem neben den klassischen Versandhäusern die größeren Spezial-Shops zum Thema Garten und Hobby sowie die Gartenportale, die über ein entsprechendes Handelsvolumen verfügen und dem Kunden auch die nötige Sicherheit und weitergehenden Service bieten. Bei allen drei der vorstehenden Vertriebsarten ist es wichtig, auf die Professionalität des Anbieters zu achten und zu versuchen auch die Möglichkeit zu erhalten einen Teil des Traffics durch Links auf die eigene Website zu ziehen. Vertikale Portale - Während die bekannten klassischen (horizontalen) Portale wie Yahoo! oder Web.de für sich in Anspruch nehmen, die ganzeVielfalt des Internets zu erschließen, konzentrieren sich Vertikale oder Special-Interest-Portale ganz auf ein bestimmtes Thema oder Spezialgebiet (z.B.: Thema Garten). Ein Vertikales Portal (engl. auch Vortal genannt) ist also nichts anderes als eine Online-Plattform, die einem bestimmten Thema gewidmet ist und die für sich in Anspruch nimmt dieses in aller Breite und Tiefe darzustellen. Damit reduziert sich für den Benutzer die oftmals aufwendige Suche nach qualifizierter Information idealerweise auf ein Minimum. Auf Plattformen bilden sich fast automatisch internet-basierte, virtuelle Gemeinschaften. Deshalb sind auf Vertikalen Portalen auch stets vielfältige E-Commerce Angebote etabliert (Affiliate-Programme, Markenshops etc.) Markenshops - Analog zur Entwicklung im klassischen Einzelhandel entstehen auf größeren E-Commerce-Plattformen und Shopangeboten nun auch vermehrt Markenshops, also eigene abgeschlossene Bereiche oder Rubriken, in denen Markenhersteller selbständig ihre Produkte präsentieren und anbieten können. Solche Markenshops eigenen sich sehr gut zur Stärkung der Markenidentität am POS. Ricardo.de bietet sowohl live-Auktionen als auch Non-Stop-Auktionen an und zwar im Bereich B2C und Privat zu Privat an. Zeitweise war Ricardo der größte deutschsprachige Online-Auktionator. Atrada betreibt zwei Marktplätze: Unter www.atrada.de (C2C und B2C) finden Privatpersonen Gelegenheit zum Kaufen und Verkaufen. Unternehmen nutzen zudem www.atrada.de zum Vertrieb an Privatkunden. Neu ist der B2B-Marktplatz www.atradapro.de. Hier kaufen und verkaufen ausschließlich Unternehmen in verschiedenen Kategorien: Von Betriebs- und Branchenbedarf über Hardware und Software bis hin zu Sonderposten und Werbeartikel. Atrada bietet auf seinen Internet-Marktplätzen eine Vielfalt an Handelsformen: Online-Auktion, Festpreisangebote, PowerBuying und Reverse Auctions (Ausschreibungen). Nach einer VC-Investitionsrunde im April 1999 ist seit dem Frühjahr 2000 die T-Online International AG als strategischer Investor am Unternehmen beteiligt. Offerto bietet sowohl Auktionen als auch Powershopping an. Für private Anbieter ist die Auktion auch kostenlos. Nur für gewerbliche Anbieter fällt im Falle eines erfolgreichen Verkaufs gegen Höchstgebot eine geringe Provision an, allerdings nur, wenn die Summe der Verkäufe ein Volumen von 4.999,- DM im Monat überschreitet. Darunter bleibt die Auktion auch für gewerbliche Anbieter kostenlos. Für Powershopping gelten eigene Konditionen. Primus Online, eine Metro-Tochter, bietet in großem Umfang sowohl Powershopping als auch Auktionen im Netz an (Powershopping.de/ Primusauktion.de). Let´s buy it.com wurde durch die massive Offline-Werbung wahrscheinlich der bekannteste Powershoppinganbieter. Gegründet wurde LetsBuyIt.com im Januar 1999 in Schweden. In der letzten Zeit ist dieser Anbieter als typisches "Neuer Markt" Unternehmen immer wieder mit negativen Nachrichten zum Aktienkurs und hinsichtlich der Unternehmensfinanzierung in die Schlagzeilen geraten. Der Verkauf geht aber immer noch weiter.
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