Werbeträgerleistung in Online-Medien lässt sich anhand der vom Webserver protokollierten Nutzerdaten grundsätzlich genau ermitteln. Die Abrechnung erfolgt nach unterschiedlichen Kriterien,- die wichtigsten finden Sie nachfolgend erläutert.  







 
  Online-Datensysteme, die Inhalte und Werbung an den Nutzer liefern, zeichnen in der Regel einen umfangreichen Satz von Verbindungsdaten auf, der Rückschlüsse auf das Nutzerverhalten zulässt. Besonders Webserver, die Multimedia-Dokumente über das WorldWideWeb senden, protokollieren abgerufene Dokumente und Nutzerdaten in sogenannten Log-Dateien.
Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) hat wie im Printbereich einen einheitlichen Meß- und Veröffentlichungsstandard für die von einem Online-Werbeträger monatlich erzielten Seitenabrufe und Besuche etabliert. Die von den mehr als 200 Teilnehmern gemeldeten Werte werden mindesten halbjährlich von der IVW verifiziert. Die jeweils aktuell veröffentlichten Reichweiten können auch im Internet abgerufen werden.
Im Zusammenhang mit der Angabe von Reichweiten von Online-Medien werden immer wieder verschiedene Begriffe verwendet. Um die unterschiedlichen Zahlenangaben besser bewerten zu können, hier eine Zusammenstellung der unterschiedlichen Größen:

Hits: In der Anfangszeit der Webwerbung zählten viele Anbieter schlicht die Zeilen ihrer Logfiles, die dazugehörige Größe heißt Hits (deutsch auch oft mit "Abrufe" übersetzt). Hits taugen aber in keiner Weise zur vergleichenden Beurteilung von Werbeträgerleistung. Eine (Bildschirm-) Seite im Web-Format HTML kann sich neben dem Textkörper aus diversen Multimedia-Elementen (in der Regel Grafiken) zusammensetzen. Der Abruf dieser Elemente taucht aber ebenso im Logfile auf wie der Abruf der eigentlichen Seite. Die Messung von Hits verschafft also einem Angebot mit vielen grafischen Elementen stets höhere Zugriffszahlen gegenüber einem Angebot mit schlichterem Design.

PageImpressions: Wegen der oben dargestellten Verfälschungen bedarf es zur tatsächlichen Leistungsmessung eines Seitenbegriffs, der vom Layout und der grafischen Opulenz unabhängig ist. Hier bietet sich die HTML-Seite selbst an, unabhängig von der Anzahl der Zusatzelemente, die sie enthält. Die Anforderung einer (potentiell werbeführenden) HTML-Seite trägt die Bezeichnung PageImpression (früher: PageView).

Adimpressions: Aus dem Begriff der Pageimpressions wurde von den deutschen Online-Verbänden die neu vereinbarte Bezeichung Ad-Impression abgeleitet. Sie bezeichnet die Zahl der Werbemittelkontakte und trägt damit der Möglichkeit Rechnung mittels Rotationstechnik auf der gleichen Website immer wieder verschiedene Banner einzuspielen.

Visits: Visits ist die IVW-Bezeichnung für die Zahl der monatlichen Besuche (Sessions) auf einem Online-Angebot. Als einzelner Besuch gilt dabei ein durchgängiger Nutzungsvorgang, also die Folge des nicht durch fremde Seiten unterbrochenen Abrufs der WWW-Seiten des Anbieters. Die Anzahl der Visits gibt aber keinen Aufschluss über die Zahl der unterschiedlichen Besucher.

Clickthrough Rate: Das Verhältnis zwischen Sichtkontakten des Werbebanners und der Nutzeraktion durch Klick auf den Banner wird als Clickthrough-Rate bezeichnet. Die Clickthrough-Rate liegt durchschnittlich zwischen einem und zwei Prozent, kann aber unter speziellen Voraussetzungen auch höher sein. Die Klickrate im Zusammenhang mit dem Tausender-Kontakt-Preis ergibt einen der wichtigsten Kennwerte für die Effizienz der Platzierung.

Clickthrough-Abrechnung: Von einigen wenigen Werbeträgern wird auch eine Abrechnung angeboten die auf der Anzahl der erzielten Bannerklicks basiert. Die Mehrzahl der Werbeträger lehnt dieses Modell jedoch ab, da zum Werbeerfolg zahlreiche Faktoren beitragen, die nicht vom Werbeträger beeinflussbar sind (Bannergestaltung, Attraktivität des beworbenen Produkts etc...)
 










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